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Familien und Bildung

Familie und Bildung – unsere besondere Verantwortung für Kinder und Eltern

Unsere Themen für Familien und Bildung, hier ein Auszug aus unserem Wahlprogramm (Sie können sich das komplette Programm unter diesem Link herunterladen).

Die Familie ist die Keimzelle unserer Gesellschaft und steht unter dem besonderen Schutz des Staates, denn in der Familie wird die nächste Generation der Gesellschaft sozialisiert, erzogen und gebildet. Der Staat ist also in der Pflicht, für Paare gedeihliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

In Deutschland zerfallen viele Familien. Viele Paare leben ohne Kinder oder mit nur einem Kind. Gleichzeitig wachsen immer mehr Kinder in ärmlichen Verhältnissen auf. Es ist unser aller Verantwortung, dass Kinder neben allen psychischen Belastungen nicht auch dadurch Hauptopfer gescheiterter Beziehungen werden, indem ihnen Chancen, Bildungs-und Entwicklungsmöglichkeiten aus finanziellen Gründen versagt bleiben.

Deutschland braucht jetzt kinder- und familienfreundliche Rahmenbedingungen in Gesellschaft und Politik, um jungen Paaren wieder Mut zur Familie mit Kindern zu geben. Wir sind davon überzeugt, dass eine funktionierende Familie mit Mutter, Vater und Kindern das Idealbild ist, das insbesondere für Kinder das bestmögliche Umfeld bietet. Wir anerkennen aber auch die Lebenswirklichkeit vieler Menschen, für die dieses optimale Umfeld, aus welchen Gründen auch immer, nicht gewährleistet ist. Wir setzen uns für eine moderne Familienpolitik ein. Diese beruht auf einer verstärkten gesellschaftlichen Wertschätzung von Familien und deren elterlicher Erziehungsleistung. Wir respektieren die mittlerweile etablierte Eheschließung gleichgeschlechtlicher Paare. Hinsichtlich einer Adoption darf ausschließlich das Wohl des Kindes ausschlaggebend sein und nicht die die Frage, ob es sich bei den Adoptiveltern um ein heterosexuelles oder ein gleichgeschlechtliches Paar handelt.

Unsere weiteren Punkte zu Familie und Bildung in gekürzter Form:

  • Erziehung ist Elternsache: Der Staat soll möglichst keinen Einfluss auf die Erziehung von Kindern nehmen. Erziehung ist Elternsache. Artikel 6 des Grundgesetzes darf nicht verändert werden.
  • Eine Wahlfreiheit zwischen staatlicher und elterlicher Betreuung im Kindergartenalter muss gewährleistet sein. Wir müssen sicherstellen, dass insgesamt genügend KiTa-Plätze zur Verfügung stehen und diese über qualifiziertes Personal verfügen.
  • Die vorschulische Entwicklung unserer Kinder prägt in hohem Maße deren spätere Persönlichkeit, Bildungschancen und Berufsperspektiven und damit auch das Gesamtpotential unserer Gesellschaft. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist ein unverzichtbares Bildungsziel im Kindergartenalter. Eine Vorschuluntersuchung im Alter von spätestens fünf Jahren ermittelt den Bedarf für erforderliche vorschulische Förderung, um vorhandene Defizite der Kinder, z.B. in der Sprachfähigkeit, bis zur Einschulung nach Möglichkeit auszugleichen.
  • Bildungschancen dürfen nicht von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern abhängen. Wir haben dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche mit optimal ausgebildeten Lehrern, mit zeitgemäßen Lehr- und Lernmitteln in bestens ausgestatteten Schulen in kleinen Klassen unterrichtet werden. Gleiches gilt entsprechend für junge Erwachsene an den Hochschulen.
  • Als Liberal-Konservative Reformer bekennen wir uns zu einem umfassenden Bildungsideal, das die antiken Wurzeln unserer Kultur, die Werte des Humanismus, der Aufklärung und der christlichen Tradition ebenso wie ein Verständnis von Wissenschaft, Wirtschaft und Technik sowie von Literatur, Kunst und Musik, aber auch Sport und Spiel umfasst.
  • Das Leistungsprinzip muss wieder gestärkt werden. Es gibt keine Bildung ohne Anstrengung. Nicht nur Fördern, sondern auch Fordern führt zu akzeptablen Leistungen und Abschlüssen. Dies gilt grundsätzlich für alle Schulformen. Bildung kann nur durch Lernen und Üben erworben werden. Bildung setzt Grundlagenwissen, Anstrengungsbereitschaft und Fleiß voraus. Wir bekennen uns zur Leistung als einzigem Zugangskriterium für Bildungseinrichtungen, die höhere Bildung vermitteln.
  • Wir setzen uns für ein differenziertes, durchlässiges Schulsystem mit Haupt- und Realschulen, Gymnasien und Förderschulen ein.
  • Förderschulen und Inklusion: Das hochwertige, breitgefächerte deutsche Förderschulsystem muss erhalten bzw. wieder ausgebaut werden. Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben ein Recht auf Bildungschancen, die ihrem Entwicklungsstand sowie ihren Begabungen und Motivationen entsprechen, sowie einen Schutzraum, der ihrer Entwicklung gedeihlich ist. Wir befürworten verantwortungsvolle Inklusion dann, wenn das betreffende Kind mental und sozial in der Lage ist, erfolgreich am Unterricht der entsprechenden Regelschule teilzunehmen. Eine entsprechende institutionelle und personelle Ausstattung der Bildungseinrichtung ist zu gewährleisten.
  • Das duale System der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist weiter auszubauen. Die Kombination aus schulischer und betrieblicher Bildung ist ein deutsches Erfolgsmodell, das verantwortlich für die relative geringe Jugendarbeitslosigkeit ist. Es muss in Deutschland gegen den Widerstand von OECD und EU erhalten werden, die im Gefolge von angeblicher Ökonomisierung, Harmonisierung oder Egalisierung der beruflichen Bildung Akademisierungsquoten fordern. Der hohe Standard der beruflichen Bildung ist hervorzuheben, um das Ansehen der Ausbildungsberufe wieder zu erhöhen. Der deutsche Meisterbrief ist ein wertvolles Gütesiegel, das wir gegen jegliche Abschaffungsbestrebungen verteidigen.