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Klimawandel nur menschengemacht?

Ist der Klimawandel denn nur dem Menschen geschuldet?

(Autorin: Petra Winkler)

In der Rheinpfalz-Ausgabe für den Donnersbergkreis kam am 21.09.2021 ein Kurzportrait von sechs Direktkandidaten in diesem Wahlkreis – darunter auch das Portrait für mich. Grundsätzlich finde ich mich in dem Artikel gut wiedergegeben, es ist nur eine kleine Formulierung, die ich an dieser Stelle präzisieren möchte:

„Beim Klimawandel sagt sie, es sei nicht bewiesen, dass der aktuelle Klimawandel menschengemacht sei – daher müsse man zurück zur Vernunft in der Klimapolitik.“

Präziser wäre es zu sagen, „dass der aktuelle Klimawandel allein oder ausschließlich menschengemacht sei“, denn das ist ja der Punkt bei der Darstellung in Politik und Medien. Seit Jahr und Tag wird uns gesagt, dass es quasi unsere Schuld sei, wenn sich die Erde jetzt erwärmt. Andere Ursachen werden kategorisch ausgeschlossen, nur der böse Mensch ist schuld. Es ist die Absolutheit der Aussage, die ich in Zweifel ziehe.

Natürlich gilt CO2 als ein Gas, das zu den Treibhausgasen gezählt wird und für einen Treibhauseffekt sorgen dürfte. Aber wer in die Klimageschichte zurückblickt, wird entdecken, dass es DAS KLIMA nie gegeben hat. Das Klima war noch nie über längere Zeiträume beständig. Die Erde hat schon heißes Klima erlebt, danach kamen Kälteperioden, dann wurde es wieder wärmer usw. Und auch der CO2-Gehalt war in der Vergangenheit starken Schwankungen unterworfen. Aktuell liegt er bei knapp über 400 ppm, es gab aber auch schon Zeiten, da lag der CO2-Gehalt bei 1500 ppm und mehr.

Es gab Phasen, wo es weder in der Arktis noch in der Antarktis überhaupt Eis gab! Seit einiger Zeit gibt es Eis auf dem Nord- UND auf dem Südpol. Das ist keine Selbstverständlichkeit!

Und wenn ich dann diese Hysterie erlebe, wenn ich erlebe, dass vor allem jüngere Leute plötzlich in Panik geraten, die Welt würde untergehen, wenn nicht JETZT gehandelt wird, dann stehe ich daneben und muss mit dem Kopf schütteln über so viel Geschichtsvergessenheit. So gewinne ich den Eindruck, wenn die jüngere Generation besser informiert wäre, würde sie die Dinge weniger panisch und mit mehr Vernunft betrachten.

Apropos Vernunft: Wenn doch alle Grünen und Fridays for Futures und auch unsere so überaus superkluge Kanzlerin seit Jahr und Tag danach streben, das CO2 zu reduzieren – warum lassen sie dann nicht die sechs verbliebenen Kernkraftwerke am Netz?! Seit einiger Zeit wird auf einigen Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #SaveGer6 aktiv für diese Position geworben.

Kennen Sie die Electricity Map? Hier kann man täglich sehen, wie der CO2-Ausstoß in den europäischen Ländern aussieht. Polen und die baltischen Länder sind wegen ihrer vielen Kohlekraftwerke fast immer in dunklen Brauntönen vertreten. Frankreich ist fast immer nur im grünen, umweltfreundlichen Bereich. Und Deutschland? Dafür dass wir seit Jahren Milliarden für diese schlecht durchdachte und schlecht gemachte Energiewende ausgeben haben wir nicht besonders viel erreicht: den grünen Bereich habe ich noch nie gesehen, meist dümpeln wir bei einem Mittelbraun-Farbton herum, siehe Bild …

Am heutigen Tag hat Polen einen Ausstoß von 701 g, Deutschland liegt bei 385 g und in Frankreich sind es nur 67 g. Und warum ist Frankreich in dieser Hinsicht so viel besser als wir? Richtig: das liegt daran, dass die kaum Kohlekraft, aber dafür viel Atomkraft haben!

Während nämlich die Kohlekraftwerke mächtig viel CO2 ausstoßen, sind Atomkraftwerke eine klimafreundliche Alternative! Aber so etwas heutzutage zu sagen, ist ja übelste Ketzerei! Schon seit den 1970er Jahren haben uns die Grünen und die ganzen Umweltverbände immer mächtig viel Angst gemacht, so von wegen Atomkraft wäre unkontrollierbar etc.

Tschernobyl

Dann kam im April 1986 das Unglück von Tschernobyl und schien die These zu bestätigen. Ich habe Tschernobyl als junger Mensch miterlebt und die Panik, die drumherum entstanden ist: dass es jetzt missgebildete Babys und missgebildete Tiere geben würde, dass viel mehr Menschen an Krebs erkranken, dass unsere Nahrung versucht wäre etc. pp. In dieser Zeit war ich durchaus beängstigt im Hinblick auf Kernkraft. Und was war dann? Irgendwie schien dann doch nichts passiert zu sein. In meinem Umfeld haben ganz viele Leute ganz viele Kinder bekommen, aber keines war jetzt wirklich missgebildet (einige waren halt bissel schlechter gebildet, aber das lag dann nicht an den Genen, sondern am Elternhaus). Mir ist auch nicht bekannt, dass die Krebsrate seit Tschernobyl rapide angestiegen sei. Stattdessen habe ich vor einigen Jahren von einer Studie gelesen (hier ein später geführtes Interview dazu), dass selbst rund um Tschernobyl die Rate an Missbildungen bei wildlebenden Tieren erstaunlich unauffällig geblieben ist. Ganz offensichtlich kann ein Organismus doch besser mit Strahlung umgehen als bislang befürchtet.

Fukushima

Die nächste Panikmache kam im März 2011 nach einem Erdbeben im Meer vor Japan und dem darauf folgenden Tsunami, der das Atomkraftwerk zerstörte. Die Behörden reagierten schnell und evakuierten Tausende Einwohner. Es gab Tausende Tote, aber nicht durch das zerstörte Atomkraftwerk, sondern einzig und allein durch den Tsunami. Durch die Strahlung selbst ist nur ein Mensch gestorben, im Jahr 2018.

Generell zeigt die Statistik, dass durch Kohlekraft und Feinstaub mehr Menschen gesundheitlich geschädigt werden als durch Atomkraft!

In anderen Ländern werden neue Atomkraftwerke gebaut – und nur Frau Merkel hat für Deutschland nach der Laufzeitverlängerung plötzlich den Atomausstieg verordnet – nicht weil sie Atomkraft für so gefährlich gehalten hat, sondern weil sie den Grünen im Wahljahr möglichst viele Wählerstimmen abnehmen wollte.

Der Atomausstieg hat nichts mit Vernunft zu tun, aber sehr viel mit Machtpolitik und Manipulation von verängstigten Wählern. Warum haben wir uns als Bevölkerung so verängstigen lassen? In anderen Ländern geht die Bevölkerung sehr viel gelassener mit neuen Technologien um, aber hier werden innovative Technologien immer erst verteufelt, sei es Atomkraft, Gentechnik oder die Magnetschwebebahn, die auch von den Grünen unmöglich gemacht worden ist. Andere Länder sind da nicht zu ängstlich und zimperlich und haben inzwischen einen technologischen Vorsprung erreicht, der uns wie Deppen aussehen lässt. Das Land der Tüftler und Erfinder ist zum Land der Ängsteschürer und Bedenkenträger geworden.

Schluss damit! So kann das nicht weitergehen. Wir müssen von dieser emotionalen Debatte um Ängste und Panik zurück zu einer vernünftigen Diskussion über neue technologische Möglichkeiten zur Minderung des CO2-Ausstoßes! Alles andere ist Käse!