Für einige Politiker ist das Internet bekanntlich noch Neuland und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Ausbau und der Aufbau digitaler Fähigkeiten nicht besonders weit oben auf der Prioritätenliste steht.

Zwar sind die Schulen des Landes jetzt mit der Bildungs- oder Lernplattformen Moodle und dem Konferenzsystem BigBlueButton verknüpft. Das nützt jedoch nichts, wenn der Server gleich beim ersten Ansturm in die Knie geht.

So ist der erste Online-Schultag nach den Weihnachtsferien in Rheinland-Pfalz eher holprig verlaufen. Die digitalen Lernplattformen des Landes waren phasenweise überhaupt nicht erreichbar. Ein Online- oder Fern-Unterricht war teilweise erst gar nicht möglich.

Die mangelhafte Vorbereitung seitens des Kultusministeriums und der Schulbehörden gefährden so nicht nur die Lernerfolge der Kinder, sondern setzen die Eltern ungeheuer unter Druck. Diese müssen nicht nur ihre Kinder betreuen – oft neben Berufstätigkeit oder Homeoffice –, sondern auch als schulische Assistenten dienen, damit der Lernstoff oder die Hausaufgaben bewältigt werden. Kinder, deren Eltern dazu nicht in der Lage sind, geraten da sehr schnell ins Hintertreffen oder verlieren völlig den Anschluss bei der schulischen Bildung. Mit Chancengleichheit bei der Bildung oder guter Vorbereitung auf berufliche Ausbildung oder Studium hat das alles nichts mehr zu tun.

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